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Smart Data reduziert Fremdwasser in Kungsbacka

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Kungsbacka kommun
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Gemeinde Kungsbacka

kungsbacka.se

Große geografische Flächen, viele Pumpwerke und ein umfassender Einsatz gegen Fremdwasser. Für die Gemeinde Kungsbacka sind Kontrolle und Nachverfolgung entscheidend, um sicherzustellen, dass die richtigen Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen. Mithilfe von Smartvatten NEURO hat die Gemeinde Zugang zu einer datengestützten Leckageerkennung erhalten, die im Laufe der Zeit bessere Einblicke liefert, schnellere Reaktionen ermöglicht und eine stabile Grundlage für die langfristige Planung schafft.

Seit 2022 setzt die Gemeinde Kungsbacka Smartvatten NEURO in Teilen ihres Kanalnetzes ein. Die Kommune verwaltet ein weit verzweigtes System mit 550 km Schmutzwasserkanälen, 400 km Regenwasserkanälen und 160 Pumpwerken inklusive Kläranlagen und großer Einzugsgebiete. Eine der größten Herausforderungen ist seit Langem das Fremdwasser – Wasser, das das Kanalnetz nicht belasten sollte, aber dennoch beispielsweise über Fehlanschlüsse oder Infiltration durch undichte Leitungen eindringt.

„Für uns bestand der Zweck des Einsatzes der Dienste von Smartvatten darin, Infiltration und Fremdwasser aufzuspüren“, sagt Ann-Charlotte Svensson, Projektleiterin für Wasser- und Abwasserplanung bei der Gemeinde Kungsbacka.

Ann-Charlotte SvenssonProjektleiterin, Gemeinde Kungsbacka

Die Gemeinde investiert jährlich rund zehn Millionen schwedische Kronen (etwa 1 Million Euro) in die Arbeit gegen Fremdwasser. Um sicherzustellen, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen, sind zuverlässige Daten und die Möglichkeit, Veränderungen im Zeitverlauf zu verfolgen, erforderlich.

Von manuellen Analysen zu datengestützten Entscheidungen

Zuvor stützte sich ein Großteil der Arbeit im Bereich Fremdwasser auf manuelle Analysen, Fehlersuche und erfahrungsbasierte Einschätzungen. Mit Smartvatten NEURO werden nun kontinuierlich Daten aus dem Kanalnetz erfasst und sowohl mit statistischen Methoden als auch mittels maschinellem Lernen analysiert. Dadurch lassen sich Anomalien erkennen, die ansonsten nur schwer zu identifizieren gewesen wären.

„Smartvatten ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, um fundierte Messergebnisse darüber zu erhalten, wie die Lage tatsächlich aussieht. Die Daten bieten uns eine völlig andere Grundlage sowohl für die Berichterstattung als auch für die Planung“, sagt Ann-Charlotte Svensson.

Derzeit läuft ein umfangreiches Projekt, bei dem das Einzugsgebiet jedes einzelnen Pumpwerks schrittweise überprüft wird. Leitungen werden untersucht, von innen gefilmt und bei Bedarf im Schlauchlining-Verfahren saniert. Zudem erfolgt eine Bestandsaufnahme der Grundstücksanschlüsse, bei der Eigentümer fehlerhafter Anschlüsse verpflichtet werden, Regenwasser von den Schmutzwasserleitungen zu trennen. Diese Arbeit ist zeitaufwendig und kann pro Gebiet bis zu zwei Jahre dauern, oft in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern, da Fehler häufig in den privaten Hausanschlussleitungen liegen.

Schnelle Erkennung verdeckter Leckagen

Ein deutliches Beispiel für den Nutzen von Smartvatten NEURO zeigte sich im Herbst 2025, als in einem Gebiet ein größeres Wasserleck auftrat. Nahezu zwei Prozent des gesamten Wasserverbrauchs der Gemeinde gingen verloren.

„Wasser drang in das Schmutzwassernetz ein, und wir konnten sehen, dass die Infiltration plötzlich und unerklärlich anstieg. Unser Ansprechpartner bei Smartvatten meldete sich sofort, als die Abweichung erkannt wurde. Wir konnten schnell die richtigen Maßnahmen ergreifen. Ohne Smartvatten hätte es viel länger gedauert, das Leck zu entdecken, da es oberirdisch nicht sichtbar war“, berichtet Felix van der Heiden, Planungsingenieur für Wasser- und Abwasserplanung.

Die auf maschinellem Lernen basierende Leckageerkennung ermöglicht es, echte Anomalien von vorübergehenden Durchflussspitzen zu unterscheiden. Das Ergebnis sind weniger, aber treffsicherere Warnmeldungen und ein klarer Fokus auf das, was tatsächlich Maßnahmen erfordert.

Die Gemeinde Kungsbacka hat eine Arbeitsgruppe benannt, die sich aktiv und auf verschiedene Weise mit dem Thema Fremdwasser befasst; Smartvatten ist zu einem Teil dieser Arbeit geworden. Bei Smartvatten freut man sich über die Zusammenarbeit und das zukunftsorientierte Handeln der Kommune.

„Die Gemeinde Kungsbacka ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Kommunen eine klare Verantwortung für ihr Wassermanagement übernehmen und langfristig mit Daten arbeiten können. Sie geht mit gutem Beispiel voran, indem sie nicht nur misst, sondern auch nachverfolgt und Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umsetzt. Für uns bei Smartvatten ist die Zusammenarbeit sowohl eng als auch unprätentiös, und es fühlt sich wirklich gut an, gemeinsam mit Kungsbacka ein noch effizienteres Wassermanagement als natürlichen Teil der Nachhaltigkeitsarbeit der Gemeinde weiterzuentwickeln“, sagt Customer Success Manager Titti Wästlund.

Ein Tool für ein zukunftssicheres Wassermanagement

Kungsbacka ist eine Küstengemeinde mit viel Natur, Badestellen und einem Kanalsystem, das sowohl alltägliche Belastungen als auch extreme Wetterereignisse bewältigen muss. Der Klimawandel mit einem erhöhten Risiko für Starkregen macht kontrollierte Abflüsse umso wichtiger.

„Je besser kontrolliert der Abfluss bei uns ist, desto größere Vorteile für die Umwelt bringt das. Wir sollten kein Wasser reinigen, das nicht gereinigt werden muss. Geringere Abflüsse bedeuten auch einen niedrigeren Energieverbrauch und weniger Chemikalieneinsatz. In einem unserer Pumpwerkbereiche konnten wir anhand von Messdaten vor und nach den Maßnahmen sehen, wie Spitzen geglättet wurden. Seit Maßnahmen wie das Schlauchlining und die Trennung des Regenwassers von den Grundstücken umgesetzt wurden, scheinen wir in den letzten sechs Monaten Kanalüberläufe vermieden zu haben“, sagt Ann-Charlotte Svensson.

Es gibt das klare Ziel, die digitalisierte Arbeitsweise künftig weiter auszubauen.

„Mehr Messpunkte würden uns noch bessere Daten und eine noch solidere strategische Entscheidungsgrundlage liefern. Dort wollen wir hin, aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen“, fügt sie hinzu.

Über den Dienst: Smartvatten NEURO

Smartvatten NEURO ist eine datengestützte Analyseplattform für Kommunen und Wasserversorger, die eine bessere Kontrolle über Wasser- und Abwassernetze ermöglicht.

Die Plattform sammelt und analysiert Daten aus verschiedenen Quellen wie SCADA-Systemen, Durchflussmessern, Pumpwerken und Wetterdaten, um ein umfassendes Lagebild zu schaffen. Der Service umfasst unter anderem die Leckageerkennung mithilfe statistischer Methoden und maschinellen Lernens, um Rohrbrüche, verdeckte Leckagen und andere Anomalien frühzeitig zu identifizieren.

Smartvatten NEURO unterstützt zudem:

  • Wasserbilanzberechnungen in Netzbezirken (DMA)

  • die Überwachung von Wasserverlusten (NRW)

  • die Analyse des nächtlichen Mindestdurchflusses (MNF)

  • die Bestimmung und Überwachung von Fremdwasser im Kanalnetz.

Die Visualisierung von Schlüsselkennzahlen, Kartenansichten und kontinuierliche Analysen bieten eine klare Entscheidungsgrundlage für ein proaktives und nachhaltiges Wassermanagement.

Möchten Sie sehen, wie Smartvatten NEURO Ihre Arbeit gegen Fremdwasser unterstützen kann? Kontaktieren Sie uns, um Ihr Netz zu besprechen.